Geschichte des American Diner

Die Geschichte des American Diners

Leckeres, preiswertes Essen und Trinken und das 24 Stunden lang: Ein American Diner ist wie ein Zuhause, ein Ort offen für alle. Neben dem typischen Fast Food wie Burger und Pommes gibt es regionale Hausmannskost. Eine Jukebox und eine Einrichtung im Retrolook runden oft das Angebot ab. Doch wo liegen die Ursprünge des American Diners?

Die Anfänge des American Diners

Wir schreiben das Jahr 1872: Der Unternehmer Walter Scott aus Providence funktioniert einen Pferdewagen um und stellt ihn vor dem Büro einer Zeitung auf. Aus dem Wagen heraus serviert er Sandwiches, Kaffee und mehr. Diese Idee ist so erfolgreich, dass sie lokal und von Unternehmen in Massachusetts aufgegriffen und weiterentwickelt wird. Die sogenannten „lunch cars“ auf Rädern sind schön gestaltet und besitzen Herde und Kühlboxen.

Die Entwicklung bis heute

Mit der Zeit nahmen die Diners feste Standplätze ein und bekamen in den 1920ern eine neue Ausstattung: Barhocker am Tresen, Tische und Toiletten. Sie nannten sich „dining cars“, nach dem Vorbild von Speisewägen in Eisenbahnen. Der Begriff wurde dann Mitte der 20er Jahre zu „diner“ abgekürzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Bedarf an Diners stark an. Auch das Design veränderte sich: von außen glichen Diners modernen Eisenbahnwagons. Es kamen Artdeco-Elemente und Materialien wie Glas, Chrom oder Resopal zum Einsatz. Die typischen abgerundeten Sitzecken aus Kunstleder, bunte Schriftzüge und Neonröhren sowie schwarz-weiße Bodenfliesen ergänzten den Look.

Die Blütezeit der Diners war in den 1950ern: Insbesondere die Jugend traf sich hier bei Burger und Milchshake. Eine Jukebox mit Rock ’n‘ Roll Musik sorgte für Stimmung. In den 60ern übernahmen Fast Food-Ketten die spezielle Optik und das Konzept für Essen und Trinken. Dies führte zu einem Rückgang des ursprünglichen Diners. In den 70ern gab es jedoch ein Revival: Neue Diners wurden im Retrostil gebaut und der Trend nach Europa exportiert.

Heutzutage gibt es, trotz Konkurrenz der Ketten, noch Diners in den USA. Historische Diners finden sich entlang der Route 66 und in Massachusetts, manche stehen unter Denkmalschutz. In der Stadt Providence gibt es sogar ein Diner Museum. Auch in Filmen, Serien und Büchern greifen Künstler das American Diner gerne auf und viele Freizeit Blogger erzählen über leckere Rezepte zum Thema Amerikanische Kult Küche

Typisches Essen und Trinken

Essen und Trinken stehen bei Diners im Mittelpunkt: preiswert, lecker und mit regionalen Einflüssen. Frühstück wird meist 24 Stunden lang serviert: Pancakes, Eier, Bratkartoffeln oder Waffeln zählen zu den beliebten Gerichten. Dazu gibt es Kaffee, der kostenlos nachgeschenkt wird.

Mittags und abends stehen Fast Food und Specials auf der Speisekarte: Burger und Pommes, aber auch Hackbraten, Spare Ribs und Chicken Wings vom Grill, Käsemakkaroni, Suppen oder Salate. Zum Nachtisch gerne ein Stück Pie oder Kuchen – oder ein Sundae, ein Eisbecher mit Sahne, Saucen und Toppings darauf.

Das Diner ist fester Bestandteil amerikanischer Geschichte und Kultur. Das typische Essen und Trinken und der originelle Look machen es zu einem beliebten sozialen Treffpunkt.

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